Final Dance – 2013

„Final Dance“ war ein legendäres Theaterprojekt, sagten die hiesigen Feuilletons. Der Gedanke war, den Film-Klassiker „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ neu aufzulegen. Das Inszenierungskonzept sah eine möglichst realistische Bühnenfassung vor. Um bei dem Zuschauer ein gewisses Umdenken im täglichen Konsum von TV-Trash à la „DSDS“ oder „Supertalent“ zu bewirken, sollte er sich im besten Falle wie im Umfeld einer richtigen Castingshow fühlen (daher auch als Beginn die typische TV-Uhrzeit 20:15 Uhr). Dabei hätte eine Realisierung auf einer klassischen Theaterbühne nicht funktioniert. In der Inszenierung wurde eine Arena aufgebaut, die von drei Seiten aus einsehbar ist. Auf der vierten Seite war eine Leinwand, auf der die Geschehnisse in den Ruheräumen (im Big Brother-Stil) übertragen wurden: Die Kandidaten sind keine einzige Sekunde lang unbeobachtet. Kameras wurden allerorts in das Bühnenbild integriert. Auf der klassischen Theaterbühne wäre der „Fernseh-Charme“ verloren gegangen: Wir brauchten das rustikale Flair einer großen, weitläufigen Halle für die Inszenierung – das EWR-Kesselhaus war dafür prädestiniert.